World QRM Conference 2016 in Warschau

von Markus Maier

World QRM Conference in Warschau. Warum nicht mal nach Warschau reisen und alles zu QRM (Quick Response Manufacturing) aus erster Hand erfahren?

Rajan Suri, der Director des QRM Centers an der Universität von Wisconsin und Initiator der QRM Philosopie, ist angekündigt. Viele weitere Referenten und Autoren beleuchten zudem größere und kleinere, interesssante Teilaspekte von QRM.

Außerdem - und darauf bin ich besonders gespannt – stehen zahlreiche Erfahrungsberichte von Unternehmen auf der Agenda, die meist von den Geschäftsführern und Eigentümer selbst gegeben werden.

 

POLCA

Unser neues, verbessertes Planungswerkzeug idee5.polca+ entwickelt sich immer mehr zu einer veritablen Anwendung und soll unter QRM-Prinzipien einsetzbar sein.

POLCA ist hier das Zauberwort. POLCA steht für Paired-Cell Overlapping Loops of Cards with Authorization und bezeichnet eine Methode der Fertigungsauftragseinplanung innerhalb von QRM.

POLCA gewährleistet, daß Aufträge so eingeplant werden, daß ein schneller Durchlauf ohne Wartezeiten möglich ist.

Haben wir bei unserer Produktentwicklung alles richtig gemacht? Haben wir etwas übersehen? Gibt es Grenzen für QRM und/oder POLCA? Fragen, die mir Warschau beantworten soll.

 

Meine Agenda

Die eigentliche Konferenz erstreckt sich über zwei Tage, dazu besteht die Option einen Tag zuvor am Montag an einem zusätzlichen Vorbereitungsworkshop teilzunehmen.

Dienstag und Mittwoch dann die eigentliche Konferenz und abschließend Donnerstag ein fakultativer Besuch eines Unternehmens in der Nähe von Warschau, das nach QRM-Prinzipien arbeitet.

Ich will es nicht übertreiben und habe mich für die Kernveranstaltung entschieden inklusive Galadinner am Dienstagabend.

 

 

Tag 1

 

Pünktlich am Dienstagmorgen finde ich mich im Hotel Intercontinental ein. Es ist sehr zentral gelegen, direkt neben dem Wahrzeichen Warschaus, dem Kulturpalast, dem höchsten Gebäude Polens. Meine Unterkunft liegt ein paar Minuten entfernt auf der anderen Seite des Kulturpalastes und der kurze Fußweg durch Warschaus Zentrum tut gut.

 

Die Zeit im Fokus

Nach der Registrierung geht es auch schon bald los und die Konferenz wird eröffnet.

Insbesondere Nicloas Modig von der Stockholm School of Economics hinterlässt mit seiner Rede zu „The paradox of efficiency“ einen bleibenden Eindruck.

Anhand eines sehr anschaulichen und realen Beispiels aus dem schwedischen Gesundheitswesen demonstriert er sehr deutlich, wie ein Diagnoseprozess der über sieben verschiedene Schritte führt und sich bisher über mehrere Monate erstreckte durch relativ einfache Maßnahmen auf knapp drei Wochen verkürzt werden konnte.

Mit Vorteilen für alle Beteiligten.

Die Kernaussage hier: Besser weniger Fälle als Team in einem kürzen Zeitraum gleichzeitig bearbeiten, als mehrere Fälle über Abteilungen verteilt in einem größeren Zeitraum. Sehr motivierender Vortrag zu Beginn.

 

 

MCT

Nach dem Mittagessen geht es für mich weiter mit dem QRM-Initiator Rajan Suri selbst, ich habe einen Platz in seinem Workshop „Using MCT-Mapping to Identify Lead Time Reduction Opportunities“ ergattert.

Mit der Manufacturing Critical Path Time (MCT), einer zentralen Messgröße bei QRM, hatte ich mich schon beschäftigt, aber wenn Rajan Suri diese zentrale Methode selbst präsentiert und an praktischen Beispielen erläutert, dann ist das doch nochmal etwas anderes.

Hat sich gelohnt!

 

 

QRM Kata

Vier Sessions laufen nachmittags parallel, da ist es schwer sich zu entscheiden. Meine Wahl für die zweite und letzte Session des Nachmittags fällt auf einen gemeinsamen Workshop von Pascal Pollet, Belgien und Pascal Jahn, Dänemark.

Die beiden erfahrenen QRM-Spezialisten behandeln eindrucksvoll das Thema „QRM Kata – continuous improvement in QRM“.

Meine Quintessenz: Verbesserung sind oft weit über das hinaus möglich was ursprünglich als erstrebenswert angepeilt wurde und Ausprobieren führt oft schneller zum Ziel als ausführliche theoretische Betrachtungen und Diskussionen.

 

Galadinner

 

Gegen 19:30 Uhr trifft man sich dann zum Galadinner wieder im Intercontinental.

Gottseidank ist „Gala“ nicht so ernst gemeint und der Dresscode unkompliziert.

Für meinen Geschmack versuchen die Organisatoren etwas zu krampfhaft die QRM-Prinzipien auf die eingeladene Jazzband zu übertragen und mühsam Parallelen zu ziehen, aber es bleibt immerhin ausreichend Gelegenheit zum Austausch mit anderen Konferenzteilnehmern.

 

Fortsetzung folgt...

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